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Wie lange kann ich meine Kartusche (Pressluft und CO2) aus Aluminium verwenden?

Sowohl die Erkenntnisse aus der Vergangenheit, als auch weitergehende Überprüfungen nach dem derzeitigen Stand der Technik sowie die vorliegenden praktischen Erfahrungen der letzten Jahre haben uns dazu veranlasst, festzulegen, die herstellerbezogene Nutzungsdauer von Druckgasbehältern aus Aluminium auf maximal 10 Jahre zu beschränken, um die Sicherheit der Verwender und auch Dritter zu maximieren. Aus Vorsorge gegenüber den Verwendern und auch gegenüber Dritten sind wir der Auffassung, dass eine Verlängerung der Nutzungsdauer durch eine „Überholung“ oder „Prüfung“ der Aluminiumkartuschen in Form einer erneuten Druckprüfung, ohne Untersuchung der inneren Beschaffenheit (insbesondere der Gefügestruktur), nicht empfehlenswert ist. Denn eine solche Prüfung kann nach unserer Auffassung, unter Berücksichtigung der über die Jahre auf das Material einwirkenden Beanspruchungen (insbesondere durch Beschädigungen, Veränderungen oder nicht bestimmungsgemäßen Gebrauch) nicht die 100%ige Gewähr bieten, dass die Aluminiumkartuschen weiterhin gefahrlos verwendet werden können. Insofern sollten nach Ablauf der 10 Jahre, ab Herstellerdatum (das auf den Kartuschen angebracht ist), die Druckgasbehälter aus Aluminium aus Sicherheitsgründen nicht mehr weiter verwendet und gefahrlos entleert werden. Verwendet ein Schütze die Druckgasbehälter aus Aluminium über die herstellerbezogene Nutzungsdauer von 10 Jahren hinaus, so erfolgt dies auf eigene Verantwortung - eventuell besteht sogar Verletzungsgefahr!

Wie lange kann ich meine Kartusche (Pressluft und CO2) aus Stahl verwenden?

Hinsichtlich der Druckgasbehälter aus Stahl haben wir ebenfalls festgelegt, die Nutzungsdauer auf 10 Jahre zu beschränken. Aufgrund einer anderen Materialeigenschaft der Stahlkartuschen und der dadurch bestehenden Möglichkeit einer vom Hersteller durchzuführenden Wiederholungsprüfung nach 10 Jahren, kann bei den Stahlkartuschen - sofern die Wiederholungsprüfung keine Beanstandungen ergibt – einmalig die Nutzungsdauer um weitere 10 Jahre verlängert werden – so dass eine maximale Nutzungsdauer von insgesamt 20 Jahren möglich ist (Bsp.: die Nutzungsdauer einer 16 Jahre alten Kartusche wird nur um weitere vier Jahre verlängert). Die Nutzungsdauer von Druckgasbehältern aus Stahl, die 20 Jahre und älter sind, kann nicht mehr durch eine wiederkehrende Prüfung verlängert werden. Nach Ablauf der Nutzungsdauer sollte die Kartusche nicht mehr benutzt und gefahrlos entleert werden. Druckgasbehälter, die keine Seriennummer und Herstellungsdatum aufweisen, sind älter als zehn Jahre und können (im Falle eines Stahlbehälters) auch nicht mehr der Wiederholungsprüfung vorgestellt werden. Diese von uns vorzunehmende Wiederholungsprüfung nach 10 Jahren kann allerdings nur in unserem Werk und nicht im Rahmen des Services bei Schießsportveranstaltungen durchgeführt werden.

Wie unterscheide ich eine Stahl- von einer Aluminiumkartusche?

Sofern es nicht durch das höhere Gewicht einer Stahlkartusche offensichtlich ist, einfach einen Magnet an die Kartusche halten. Bei einer Stahlkartusche bleibt dieser haften, bei einer Aluminiumkartusche nicht.

Lässt sich meine Kartusche werksseitig TÜV prüfen?

Eine Wiederholungsprüfung kann nur bei Stahlbehältern einmalig durchgeführt werden, somit ist eine maximale Gesamtnutzungsdauer von 20 Jahren möglich. Jedoch sind die meisten CO2-Kartuschen bereits 15 bis 25 Jahre alt, so dass eine Prüfung keine, oder nur für wenige Jahre Gültigkeit hätte. Da auch die Kosten hierfür erheblich sind, ist eine Druckprüfung bei CO2- Stahlkartuschen nicht sinnvoll. Bei Aluminium-Kartuschen liegt die maximale Nutzungsdauer bei lediglich 10 Jahren, eine zerstörungsfreie Prüfung ist bei Alukartuschen (Pressluft und CO2) grundsätzlich nicht möglich.

Lässt sich meine Waffe von CO2 auf Pressluft umrüsten?

Leider nein, eine Umrüstung wäre mit erheblichem Aufwand zwar technisch machbar, jedoch sind die Kosten hierfür so hoch, dass eine Umrüstung nicht sinnvoll ist.

Kann ich auch Kartuschen anderer Hersteller verwenden?

Verwenden Sie nur original WALTHER Ersatzteile! Bei der Verwendung von sicherheitsrelevanten Ersatzteilen aus Fremdfertigung können wir leider keine Garantie mehr für unsere Waffe gewährleisten. Weiterhin behalten wir uns vor eine Reparatur nicht mehr durchzuführen, wenn sicherheitsrelevante Fremdbauteile verwendet wurden. Dies kann z.B. bei Kartuschen anderer Hersteller oder Kartuschen ohne Walther TÜV-Prüfung der Fall sein. Wir bitten um Verständnis dass wir bei dem Gefahrenpotential einer 200 bar bzw. 300 bar Kartusche, welche nicht von Walther lizenziert wurden, diese Maßnahmen im Sinne unserer Kunden treffen müssen.

Warum ist eine TÜV-Prüfung bei Walther Kartuschen teurer als bei anderen Anbietern?

Eine erneute Kartuschenprüfung bei Walther unterliegt strengsten Sicherheitsvorschriften und wird von einem unabhängigen Institut wie dem TÜV überprüft. Bei einer WALTHER-KRTUSCHENPRÜFUNG werden: Das Ventil und alle Bauteile bis auf den Kartuschenkörper ersetzt Der Kartuschenkörper optisch auf Mikrorisse überprüft. Eine Überdruckprüfung mit Druckluft durchgeführt. Das TÜV-Siegel als Gewährleistung angebracht Bei einem maximalen Kartuschendruck von 200 bzw. 300 bar sollten Sie daher keine Kompromisse eingehen.

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